Das Leben

Die ewige Frage nach dem Sinn des Lebens treibt Menschen seit Anbeginn der Zeiten um.
Der britische Komiker Monty Python gibt im gleichnamigen Film eine verblüffend einfache Antwort: "Also, nun kommt der Sinn des Lebens. Nun, es ist wirklich nichts besonderes. Versuch einfach nett zu den Leuten zu sein, vermeide fettes Essen, lese ab und zu ein gutes Buch, lass dich mal besuchen, und versuche mit allen Rassen und Nationen in Frieden und Harmonie zu leben".

Der Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht fügt in seinem Buch „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" dem hinzu: "Bleiben Sie neugierig, realisieren Sie Ihre guten Ideen, und füllen sie Ihre Tage mit Leben und nicht Ihr Leben mit Tagen."

Dem gibt es eigentlich nichts weiter hinzuzufügen.


Der Tod

Der Tod und der Umgang mit ihm ist etwas sehr Individuelles. Jeder empfindet den Tod einer ihm nahe stehenden Person anders, und jeder verarbeitet die damit verbundene Trauer unterschiedlich.

Die folgenden Zitate spiegeln die Gegensätzlichkeiten in der Auffassung des Todes wider. Zum einen Bischof Charles Henry Brent (1862-1929), der seine sehr persönlichen Erfahrungen in Kanada, den USA und auf den Philippinen so zusammenfasste:


Was ist sterben?
Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte
wie es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: „Es ist verschwunden.“
Verschwunden wohin?
Verschwunden aus meinem Blickfeld – das ist alles.
Das Schiff ist nach wie vor so groß wie es war
als ich es gesehen habe.
Dass es immer kleiner wird und es dann völlig aus
meinen Augen verschwindet ist in mir,
es hat mit dem Schiff nichts zu tun.
Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben
mir sagt, es ist verschwunden, gibt es Andere,
die es kommen sehen, und andere Stimmen,
die freudig Aufschreien: „Da kommt es!“
Das ist sterben.

Charles Henry Brent

Ungewohnt rational und auf merkwürdige Weise modern beschreibt der große griechische Philosoph Epikur (341 v. Chr. - 271 v. Chr.) das Thema:

"Gewöhne dich daran zu glauben, dass der Tod keine Bedeutung für uns hat. Denn alles, was gut, und alles, was schlecht ist, ist Sache der Wahrnehmung. Der Verlust der Wahrnehmung aber ist der Tod.
Daher macht die richtige Erkenntnis, dass der Tod keine Bedeutung für uns hat, die Vergänglichkeit des Lebens zu einer Quelle der Lust, indem sie uns keine unbegrenzte Zeit in Aussicht stellt, sondern das Verlangen nach Unsterblichkeit aufhebt. […] Das schauerlichste aller Übel, der Tod, hat also keine Bedeutung für uns; denn solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann sind wir nicht da."

Epikur

Mehr über Epikur:
http://de.wikipedia.org/wiki/Epikur

Beide Sichtweisen stehen konträr zueinander, und beide haben ihre Daseinsberechtigung. Doch am eindringlichsten und vielleicht schönsten sagt es der russische Dichter Maxim Gorki:

"Alles was schön ist,
bleibt auch schön,
auch wenn es welkt.
Und unsere Liebe bleibt Liebe,
auch wenn wir sterben."

Maxim Gorki


Die Trauer


Gerade in der heutigen, so schnelllebigen Zeit wäre eine Rückbesinnung auf die aktive, ja positive Auseinandersetzung mit dem Thema Tod wünschenswert. Denn nach wie vor ist der Tod tabuisiert. Obwohl er jeden von uns ereilen wird.

Abschiedsprozesse ermöglichen.
Um einen Trauerprozess in Frieden mit sich und den Angehörigen abzuschließen ist es wichtig den Verlust zu akzeptieren. Die gemeinsame Verabschiedung von Verstorbenen ist hierbei eine große Hilfe. Und die damit verbundenen Rituale sind wichtig. Denn sie geben Halt, Orientierung und Geborgenheit.

Die Angehörigen sind meist überfordert. Die gemeinsame Aktivität hilft das Geschehene zu verarbeiten. So hilft es, wenn man sich mit dem Tod unmittelbar auseinander setzt:

- Gemeinsame Totenwache
- Den Toten waschen
- Die Grabgestaltung mitbestimmen


Trauer ist ein komplexer und oft langwieriger Verarbeitungsprozess. Dabei werden Gefühle emotional verarbeitet. Jeder trauert auf seine ganz persönliche Art und Weise.
Doch fast immer folgen die Trauerphasen diesem Ablauf:

- Hilflosigkeit/Überforderung. Nicht wahrhaben wollen.
- Gemenge unterschiedlicher Gefühle: Trauer, Wut, Schuld, Angst
- Zeit des Loslassens. Einsetzen der Akzeptanz.
- Neuorientierung


Philosophische Gedankensplitter

Eine Sammlung von ausgesuchten Gedichten und Zitaten die auf ihre eigene Art und Weise nachdenklich stimmen positive Gefühle wecken, oder einfach nur einen intelligenten Gedanken beinhalten.

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Ich höre auf zu leben,
aber ich habe gelebt;
so leb auch du,
mein Freund, gern und mit Lust,
und scheue den Tod nicht.

Johann Wolfgang von Goethe


Alles was schön ist,
bleibt auch schön,
auch wenn es welkt.
Und unsere Liebe bleibt Liebe,
auch wenn wir sterben.

Maxim Gorki


Für alles was war - danke!
Zu allem, was sein wird - Ja!

Dag Hammerskjöld


Man lebt zweimal:
das erste Mal in der Wirklichkeit,
das zweite Mal in der Erinnerung.

Honore de Balzac


Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur,
die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.

Vinzenz Erath


Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht;
dass ich aber, solange ich lebe,
wirklich lebe, das hängt von mir ab.

Seneca


Der beste Weg etwas zu lieben:
Realisieren, dass man es verlieren kann.

Gilbert Chesterton


Leuchtende Tage.
Nicht weinen, dass sie vorüber.
Lächeln, dass sie gewesen!

Konfuzius


Nur wenige Menschen sind wirklich lebendig
und die, die es sind sterben nie.
Es zählt nicht, dass sie nicht mehr da sind.
Niemand den man wirklich liebt, ist jemals tot.

Ernest Hemingway


Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner,
ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist.
Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß,
daß er das schlimmste aller Übel sei.

Sokrates


Den Tod fürchten die am wenigsten,
deren Leben den meisten Wert hat.

Immanuel Kant


Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir weggehen.

Albert Schweitzer


Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

Dietrich Bonhoeffer


Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe.
Ist es doch so wie mit der Sonne:
Wir sehen sie am Horizont untergehen,
aber wissen, dass sie "drüben" weiter scheint.

Johann Wolfgang von Goethe


Was ist sterben?
Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte
wie es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: "Es ist verschwunden."
Verschwunden wohin?
Verschwunden aus meinem Blickfeld - das ist alles.
Das Schiff ist nach wie vor so groß wie es war
als ich es gesehen habe.
Dass es immer kleiner wird und es dann völlig aus
meinen Augen verschwindet ist in mir,
es hat mit dem Schiff nichts zu tun.
Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben
mir sagt, es ist verschwunden, gibt es Andere,
die es kommen sehen, und andere Stimmen,
die freudig Aufschreien: "Da kommt es!"
Das ist sterben.

Charles Henry Brent


Steh nicht weinend an meinem Grab.
Ich liege nicht dort in tiefem Schlaf.
Ich bin der Wind über brausender See.
Ich bin der Schimmer auf frischem Schnee.
Ich bin die Sonne in goldener Pracht.
Ich bin der Glanz der Sterne bei Nacht.
Wenn du in der Stille des Morgens erwachst,
bin ich der Vögel ziehende Schar,
die kreisend den Himmel durcheilt.

Steh nicht weinend an meinem Grab,
denn ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot. Ich bin nicht fort.

Joyce Fossen


Es fragt uns keiner,
ob es uns gefällt,
ob wir das Leben lieben oder hassen,
wir kommen ungefragt auf diese Welt
und müssen sie auch ungefragt verlassen.

Mascha Kaléko


Da tat es mir wohl, vor dir zu weinen,
um sie und für sie, um mich und für mich.
Ich ließ den Tränen, die ich zurückgehalten, freien Lauf.
Mochten sie fließen, so viel sie wollten.
Ich bettete mein Herz hinein und fand Ruhe in ihnen.

Aurelius Augustinus


Lass mich schlafen,
bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen,
sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,
sondern schließe deine Augen,
und du wirst mich unter euch sehen,
jetzt und immer.

Khalil Gibran


Man muss sich hüten,
in den Erinnerungen zu wühlen,
sich ihnen auszuliefern,
wie man auch ein kostbares Geschenk
nicht immerfort betrachtet,
sondern nur zu besonderen Stunden
und es sonst nur wie einen verborgenen Schatz,
dessen man sich gewiss ist, besitzt;
dann geht eine dauernde Freude und Kraft
von dem Vergangenen aus.

Dietrich Bonhoeffer


Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

Albert Schweitzer


Schmerz und Trauer - Heil und Freude
Der Schmerz herrscht - die Trauer folgt.
Lasst die Trauer in euer Herz und lasst Sie dort weilen - für eine Zeit!
Und genau die Zeit wird wieder Heil und Freud in euer Leben bringen.

Drazan Kajba


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